TAGUNGEN

29. TAGUNG DER VDHFW IN WOLFENBÜTTEL 2019

Knapp 50 Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer an Wirtschafts- und Wirtschaftsrechts-Fachbereichen deutscher Hochschulen trafen sich vom 20. – 22. Juni 2019 zu ihrer mittlerweile 29. Jahrestagung. Tagungsort der Vereinigung, die ein Forum für die Interessen und Belange der Hochschullehrer für Wirtschaftsrecht darstellt, war die Ostfalia – Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel. Organisiert und moderiert wurde die ausgezeichnete Veranstaltung vom Dekan der Brunswick European Law School, der Rechtsfakultät der Ostfalia, Prof. Dr. Kai Litschen.

Die Jahrestagung, die sich traditionell mit ausgesuchten juristischen und hochschulpolitischen Inhalten befasst, stand diesmal im Zeichen des internationalen Wirtschaftsrechts: Nach der Begrüßung durch die Präsidentin der Ostfalia, Prof. Dr. Rosemarie Karger, wurde die Tagung am Donnerstagmittag von Prof. Dr. Brunhilde Steckler mit einem zukunftsweisenden Vortrag über die Anforderungen der DS-GVO an innovative Technologien der Mensch-Technik-Interaktion unter dem Titel „Privacy by Design / Privacy by Default“ eröffnet. Anschließend widmete sich Prof. Dr. Andreas Willburger in seinem spannenden Referat „Das CISG und digitale Inhalte“ der Frage, inwieweit das einheitliche UN-Kaufrecht auch auf die Bereitstellung digitaler Inhalte anzuwenden ist. Der erste Veranstaltungstag klang aus mit dem für Juristen ungemein anregenden Besuch der beeindruckenden Herzog August Bibliothek, einer Besichtigung der schönen Stadt Wolfenbüttel und einem gemeinsamen Abendessen.

Der Freitag wurde am Morgen von Rechtsanwalt Tobias Böttcher mit dem grundlegenden Beitrag „Europäische
Zivilrechtsharmonisierung am Beispiel des Kartellrechts“ eröffnet. Danach folgte Rechtsanwalt Christoph Suding
mit einem praxisnahen Vortrag zu internationalen Aspekten des Insolvenzrechts mit dem Titel „Besonderheiten der Funktion des Insolvenzverwalters“. Mit dem anschließenden Vortrag von Prof. Dr. Rainer Wedde „Beschränkungen des internationalen Handelsverkehrs durch Sanktionen“ wurde es politisch. Im Zentrum seiner exzellenten Ausführungen
standen nämlich die Sanktionen gegen Russland aus Anlass der verschiedenen Ukraine-Krisen. Auch im letzten Vortrag war die hohe Politik im Hintergrund präsent: Dr. Thomas Kaufmann von der deutschen Vertretung der EU Kommission referierte detailreich über „Der Brexit und die Beziehungen des Vereinigten Königreichs zur EU“.

Am Samstag endete die interessante Tagung mit einem Workshop zur Hochschuldidaktik unter Leitung von Kathrin Munt vom Zentrum für erfolgreiches Lehren und Lernen und der Vorstellung eines im Aufbau befindlichen Professorennetzwerkes durch Prof. Dr. Kai Litschen. Wie schon an den Vortagen wurden die Vorträge und
Präsentationen von angeregten Diskussionen der Teilnehmer abgerundet, die während der Kaffeepausen ihre Fortsetzung fanden.

Die nächste Tagung der Vereinigung der Hochschullehrer für Wirtschaftsrecht findet vom 11. – 13. Juni 2020 an der Dualen Hochschule Gera-Eisenach statt.

Ehemals Hochschule Trier

Prof. em. Dr. Michael Hakenberg

 

28. TAGUNG DER VDHFW IN BOCHUM 2018

Mit freundlicher Genehmigung von Frau Tekidou-Kühlke und des Boorberg Verlags

Über 50 Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, die juristische Fächer an Fachbereichen/Fakultäten für Wirtschaft bzw. Wirtschaftsprivatrecht sowie an (Fach)Hochschulen für Verwaltung und Polizei vertreten, trafen sich vom 31. Mai – 2. Juni 2018 zu der 28. Jahrestagung der Vereinigung der Hochschullehrer für Wirtschaftsrecht. Tagungsort war dieses Jahr die Hochschule Bochum im Ruhrgebiet. Die Vereinigung stellt seit über 28 Jahren ein institutionalisiertes Forum für den fachlichen Austausch und die persönliche Begegnung von Professorinnen und Professoren, die juristische Fächer an (Fach)Hochschulen vertreten, dar. Organisiert und moderiert wurde die ausgezeichnete Veranstaltung von Prof. Dr. Eva Waller, Prof. Dr. Reinhard Kohl und Prof. Dr. Lars Renner von der Hochschule Bochum.

Die Jahrestagung, die sich traditionell mit ausgesuchten juristischen und hochschulpolitischen Inhalten befasst, stand diesmal im Zeichen der Digitalisierung. Unter dem Motto „Recht im Wandel“ nahmen die Teilnehmer an einem interessanten und vielfältigen Programm teil. Die Tagung wurde am Donnerstagnachmittag mit einem Vortrag von Prof. Dr. Ludwig Gramlich, TU Chemnitz, zur aktuellen EU-Datenschutzgrundverordnung eröffnet. Der Vortrag endete mit der spannenden Frage, ob die EU-DSGVO gesamtgesellschaftlich den Aufwand wert ist. Die anschließenden Beiträge widmeten sich dem Thema „Autonomes Fahren“. Prof. Dr. Stefan Müller-Schneiders von der Hochschule Bochum beschrieb die fünf Schritte zum autonomen Fahrzeug und Prof. Dr. Volker Lüdemann, Hochschule Osnabrück, betrachtete das „Autonome Fahren als Herausforderung für Recht und Gesellschaft“. Der erste Veranstaltungstag klang aus mit einer Stadtführung durch Bochum und einem gemeinsamen Abendessen.

Am Freitag ging die Tagung mit einem Vortrag des Direktors des Arbeitsgerichts Bochum, Christian Vollrath, zum Thema „Justiz 4.0 – Der Einzug der Digitalisierung in die Arbeitsgerichtsbarkeit“ weiter. Im Anschluss begeisterte Prof. Dr. Thorsten S. Richter von der HTW Dresden das Publikum mit seiner „10-Schritte-Anleitung“ für die Konzeption von Online-Kursen und überzeugte eventuell, dass E-Learning in den Rechtswissenschaften möglich und sinnvoll ist. Das Tagungsprogramm endete am Freitag mit einem Workshop zum Thema „Digitalisierung der Hochschule aus mediendidaktischer Perspektive“. Dieser wurde von Katrin Schulenberg vom Learning Lab der Geschäftsstelle
elearning.nrw der Universität Duisburg-Essen geleitet. Am Abend fuhren die Teilnehmer zur Zeche Zollern. Die Führung durch eines der interessantesten Museen für Industriegeschichte und -kultur stellte den Höhepunkt des Rahmenprogrammes dar. In einem schönen Gastronomieambiente auf dem alten Industriegelände haben die Teilnehmer den Abend begeistert ausklingen lassen.

Am Samstag begrüßte Prof. Dr. Michael Hakenberg, Hochschule Trier, die Teilnehmer mit einer sehr gelungenen Darstellung der aktuellen „EU-Initiative zu rechtlichen Aspekten der Bereitstellung digitaler Inhalte“. Besonders hervorgehoben wurde der Ansatz der Europäischen Union, die Bereitstellung von personenbezogenen Daten als Gegenleistung für eine vertragliche Leistung anzuerkennen. Die schöne Tagung endete mit einer Präsentation zur Frage, ob „Fachverlage im Digitalisierungsprozess Treiber oder Getriebene“ sind. Herr Herrmann Ruckdeschel, Geschäftsbereichsleiter Produkt- und Medienentwicklung im RICHARD BOORBERG VERLAG GmbH & Co. KG konnte
interessante historische Einblicke in die Entwicklung der juristischen Fachverlage und einen Ausblick für deren Zukunft geben.

Der fachliche Austausch, die persönliche Begegnung mit Kollegen sowie die Vorschläge zur fachdidaktischen und methodischen Optimierung der Lehre motivieren viele Professorinnen und Professoren zur Teilnahme an der
jährlichen Tagung der Vereinigung. Auf die nächste Tagung, die vom 20.-22. Juni 2019 in Wolfenbüttel stattfinden wird, freuen sich viele bereits jetzt schon.

Bis dahin, Glück auf!

Prof. Dr. Dimitra Tekidou-Kühlke LL.M., MLE

HSVN – Kommunale Hochschule für Verwaltung in Niedersachsen